Kennt ihr den Satz:“Done is better than Perfect“? Genau daran werde ich mich jetzt mal halten. Ich möchte euch auf eine Reise mitnehmen, von der ich selbst noch nicht weiß, wohin sie genau führt und wie sie endet. Ich bin 1965 geboren und jetzt in einem Alter, wo die Rente langsam in Reichweite kommt. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass der Körper nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher. Die jahrelange Arbeit in der Logistik hat ihre Spuren hinterlassen. Deshalb habe ich einen Plan entwickelt, der es mir ermöglichen soll, die Arbeit an den Nagel zu hängen und die restlichen Jahre bis zur Rente selbstbestimmt und (relativ) frei zu leben. Die Herausforderung dabei ist, dass ich das schaffen möchte, ohne ein großes Vermögen im Hintergrund zu haben.
Wenn Arbeit und Erholung nicht mehr zusammenpassen
Aber immer schön der Reihe nach. Durch die jahrelange Arbeit im Schichtsystem ( erst zwei, später drei Schichten) fällt es mir immer schwerer, einen regelmäßigen Rhythmus zu finden. Dies wirkt sich vor allem auf den gesunden Schlaf und die damit verbundene Erholung aus. Wenn dein Leben nur noch darin besteht, arbeiten zu gehen und sich auszuruhen und selbst ein einfacher Einkauf zur Anstrengung wird, dann ist es Zeit, sich über seine weitere Zukunft Gedanken zu machen. Vielleicht sagt der eine oder andere jetzt:“Dann such dir doch eine andere Arbeit“ und das wäre sicher auch eine Option gewesen. Aber ich habe für mich beschlossen, einen anderen, eigenen Weg auszuprobieren.
Diese Entscheidung habe ich natürlich nicht von heute auf morgen getroffen. Auch ich war in dem Muster verfangen, man müsste doch bis zur Rente arbeiten, sonst ist man doch nicht fleißig und anständig. Und wenn die Gesundheit nicht mehr so mitmacht, kann man ja mal zum Arzt gehen. Das sind alles Argumente und damit bin ich auch groß geworden. Aber was wäre die Folge? Der Arzt schreibt dich eine Weile krank, du erholst dich (vielleicht) und wenig später bist du genauso kaputt wie vorher. Das wollte ich nicht und dachte mir: Da muss es doch auch noch einen anderen Weg geben. Und so begann ich, mich schlau zu machen, welche Optionen ich habe und es waren nicht sooo sehr viele.
Der Gedanke an einen anderen Weg
Eine neue Arbeit wäre eine davon, aber ich wollte ja auch nicht vom Regen in die Traufe kommen. Außerdem tue ich mich mit neuen Sachen immer ziemlich schwer. Das wäre also nur eine Notlösung gewesen. Da kam mir ein Zufall in Form eines YouTube-Videos zu Hilfe. Darin beschreibt ein Mann, wie er es geschafft hat, sich durch sein Vermögen und etwas freiberufliche Tätigkeit ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Allerdings war er erst um die 40 Jahre und hatte auch ein ganzes Stück mehr Geld. Seinen Hauptteil bestritt er aus Dividenden. Das ist mir zwar nicht möglich, aber der Gedanke gefiel mir und vor allem brachte er mich dazu, auch mal um die Ecke zu denken. Ich habe ja auch gespart und mein Ziel war es, ebenfalls im Rentenalter Dividenden zu erhalten, um die Rente etwas aufzustocken.
Ich fand kein Beispiel, das zu meiner Situation passte
Natürlich waren meine Einnahmen davon nicht so hoch, dass ich davon leben kann, aber die Grundidee fand ich gut. Also schaute ich, ob es noch ähnliche Beispiele gab. Ich wurde auch fündig, nur gab es da ein Problem: entweder waren sie alle finanziell um ein Vielfaches besser aufgestellt als ich oder sie waren schon in Rente. Ein Beispiel, was auf meine Situation passte und was ich hätte übernehmen können, fand ich nicht. Kleine Anmerkung: das ist übrigens auch der Grund, warum ich hier davon berichten möchte. Was also tun? Genau das, was ich vorhin mit um die Ecke denken gemeint hatte. Wenn die Arbeit mich langsam kaputt macht und ich doch schon gespart habe für später, wäre es doch vielleicht auch möglich, den Plan zu ändern. Was, wenn ich einen Teil des gesparten Geldes jetzt schon für mich nutze und damit einen Teil des Übergangs finanziere? Freilich ändert sich damit auch mein Dividendenplan für die Zeit als Rentner.
Sparen für später – oder schon heute etwas davon nutzen?
Es dauerte noch eine ganze Weile, ehe sich dieser Gedanke verfestigte, denn schließlich ging mein Denken in dieselbe Richtung wie bei den meisten Menschen: Sparen, möglichst viel für später. Und für manche von ihnen gab es dann kein später mehr, das sollte mir nicht passieren. Also begann ich, meine Idee zu überprüfen. War es möglich, mit einem Teil des vorhandenen Geldes schon vorher aus dem Hamsterrad auszusteigen? Und brauche ich noch zusätzliche Einnahmen? Und wenn ja , wie viel?
Diese und andere Fragen werde ich in den nächsten Artikeln ausführlich behandeln. Wenn Euch also interessiert, wie mein Plan aufgebaut ist, welche Kosten auf mich zukommen und ob der Plan überhaupt funktioniert – dann schaut wieder rein.
